NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley

geschrieben von - posted by Klaus E 
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
23.04.21 11:15
Hallo Klaus, großen Respekt ist super geworden. Hast du was lackieren lassen? Läuft sie mittlerweile?
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
08.05.21 08:58
Hallo Andreas,

dankeschön. mit dem optischen Ergebnis bin ich auch sehr zufrieden. Lackiert in dem Sinne habe ich nichts. Die nicht sichtbaren Innenflächen habe ich großzügig mit Klarlack eingepinselt um den Geruch in den Griff zu kriegen. Das war recht erfolgreich aber sie riecht immer noch etwas. Aber kein Vergleich zu davor. Das Äußere habe ich nur gründlich gereinigt und mehrfach mit Renuwell behandelt. Das verwende ich auch gerne bei meinen Radios. Ist farblos und frischt das Holz sehr gut auf. Danach habe ich die Flächen noch mit Wachs behandelt. Das habe ich noch nie davor gemacht aber das Ergebnis ist ganz gut. Am meisten für die Optik hat tatsächlich das Ausbessern der Kanten gebracht, wie beschrieben.

Leider läuft sie noch nicht. Aber ich bin vor Ort und konnte die von Jürgen beschriebenen Messungen vornehmen. Zuerst habe ich von zwischen Relais und Dr3 gemessen. Die Drossel hat etwa 6Ohm. Dann habe ich mich weiter durchgemessen bis zum Abtastkontakt, das waren 6Ohm, also ok. Wenn der Kontakt über den Magnetkernspeicher geschlossen wird habe ich gegen Masse etwa 7Ohm, bei geöffnetem Kontakt unendlich. Sieht gut aus. Wenn ich das Relais manuell schließe, kann ich in die andere Richtung weiter messen. Bis über R13 messe ich 160Ohm. An C6 direkt kann ich nicht messen, da die Beinchen nicht zugänglich sind. Aber die Masseseite von C8 liegt frei. Von hier zu den Kontakten des Speichers messe ich 0,3 Ohm. Sollte auch passen, da beide an Masse liegen. Auf Anraten eines Freundes habe ich noch folgendes probiert. Mit Spannungsprüfer(Glimmlampe) zwischen Dr3 und Relais, anderer Pol auf Masse. Hier kann man sehr schön die einzelnen Hochspannungsstöße sehen, wenn der Kontakt des Speichers schließt.

Aber leider löst das Auslöserelais nach wie vor nicht aus sad smiley

Ich habe R20 noch mal drastisch verkleinert, dürften so 60Ohm gewesen sein. Auch erfolglos. Mit dem Batterietest löst die Schaltung aber nach wie vor aus. Es ist wirklich ungünstig, dass man das Auslösesignal vom Speicher nicht messen kann. Vielleicht muss ich meine Steuereinheit mal in einer funktionierenden Jukebox einbauen. Dann könnte man wenigstens sehen ob der Fehler von der Steuereinheit oder vom Rest der Schaltung kommt.

Hat noch jemand einen heißen Tip?

Grüße
Klaus
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
09.05.21 14:34
Hallo Klaus

Offensichtlich hast Du den Sinn des Batterietest nicht verstanden. Den Batterietest führt man durch, um zu unterscheiden, ob ein Fehler beim Einschreiben oder ein Fehler beim Auslesen auftritt. Wenn der Batterietest funktioniert, funktioniert das Auslesen und braucht nicht mehr in die Fehlersuche einbezogen zu werden. Der Fehler ist beim Einschreiben zu suchen. Es darf angenommen werden, daß eine Wahl, die eingeschrieben ist, in der Folge auch ausgelesen und gespielt wird. Du solltest Dich voll auf den Einschreibevorgang konzentrieren, denn sowohl der Auslesekreis als auch der Impulsverstärker sind fehlerfrei.

Als Fehlerursache sind die Tastensätze und der Wischkontakt in der Crediteinheit am wahrscheinlichsten.

Viele Grüße - charly49
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
09.05.21 15:18
Hallo charly49,

vielleicht hast du mich missverstanden. Wenn ich 1,5V an den Auslöseanschluss von LPI gebe, löst das Auslöserelais aus. Wenn ich 1,5V von einer Monozelle an die Auslöseleitung Richtung Magnetkernspeicher gebe, sollte dieser dann ja gesetzt sein. Allerdings hält der Schlitten nirgends. Der Fehler muss also irgendwo beim Auslesen sein. Auslöseimpuls zu niedrig oder zu kurz, Magnetkernspeicher defekt, doch noch irgendwo ein Fehler beim Hochspannungsimpuls(der über die Kontakte in den Speicher geschickt wird)... mein Hauptproblem ist, dass ich den Auslöseimpuls nicht messen kann. Das würde mein Problem deutlich eingrenzen.

Grüße
Klaus
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
09.05.21 16:00
Hallo Klaus, hast du den Batterietest nach all der Fummelei und Messerei im Auslösekreis noch einmal wiederholt. Nicht dass ein Fehler mittlerweile behoben wurde, z.B durch An- und Abstecken eines Steckers. Hast du den Relaiskontakt ar1 gereinigt und den Kontaktabstand geprüft ? Auch kein Mausbiss oder eine durchgescheurte Stelle an der Auslöseleitung die vielleicht einen Kurzschluss macht?
Ansonsten haben wir ja wirkich alles durch, 300V an C6, C6 hat den richtigen Wert, der ganze Auslöskreis ist durchgemessen incl. Widerstände, Drossel, Steckverbinder, Kontakte, Masseverbindung - die Auslöseschwelle des Thyristors ist 0.6-0.8V - sieht alles gut aus - momentan habe ich da keine weitere Idee - ausser dich beim nächsten Besuch mit einem Speicheroszi zu "bewaffnen". Dann könntest du dir Strompulse beim Lesen einmal ansehen (am einfachsten als Spannungsabfall an R13), auch auf der Auslöseleitung sollte man die Pulse sehen können.
Gruss ... Jürgen

PS:
"An C6 direkt kann ich nicht messen, da die Beinchen nicht zugänglich sind."

Da ist eventuell noch eine Möglichkeit, z.B. erhöhter Widerstand durch schlechte Löststelle. Zur Sicherheit auch C6 tauschen. Selbst wenn er keinen Leckstrom hat und die Kapazität stimmt, könnte ein erhöhter Widerstand zwischen Anschlussdraht und Folie vorhanden sein.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.21 05:45.
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
10.05.21 21:25
Hallo Jürgen,

ich werde nochmal alles genau prüfen wenn ich in den nächsten Tagen Zeit habe.
Mal sehen ob ich passenden Ersatz für C6 da habe, sonst muss ich ihn bestellen. Ich werde mir die LP-III auch nochmal genau anschauen. Die Auslöseleitung sieht übrigens gut aus. die schwarze Ummantelung des Schlittenkabels hat wohl deutlich besser geschmeckt ;-)

Grüße
Klaus
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
21.05.21 19:29
So, ich bin wieder etwas weiter. Oder auch nicht...
Ich habe noch mal alles gemessen, konnte aber keinen Fehler finden. Deshalb habe ich mir eine neue Steuerzentrale organisiert. Mein Plan ist, diese herzurichten und einzubauen. Sollte die Jukebox dann funktionieren, muss der Fehler in der alten Steuerzentrale sein.
Natürlich habe ich das Teil gebraucht und ungeprüft gekauft.

Erste interessante Beobachtung: Es ist ein BRY39 verbaut, wenn ich das richtig entziffert habe.



Die Einbaurichtung ist entsprechend anders als die Bedruckung der Platine.
Sonst halt das Übliche:
Schmutz, falsche Sicherungen, fehlende Schrauben...
Man beachte die liebevoll erneuerten Elkos.



Verbogene Relaiskontakte...



Alles nicht so schlimm, das bin ich ja von meinen Radios gewohnt. Ich bin nur immer erstaunt wie viele Pfuscher es gibt. Teilweise sogar lebensgefährlich.

Wirklich ungünstig ist der Zustand der Relaisspulen.
Hier sind bei allen Relais der Bauform V23154 Korrosionsspuren festzustellen.





Teilweise so stark, dass der Spulendraht schon gebrochen ist. Vermutlich werde ich sie alle austauschen müssen.
Was nehmt ihr denn so als Ersatz dafür? Alte Originale Relais oder neuere Bauformen? Wenn ja, was für welche? Wickelt sie womöglich jemand selbst?

Grüße
Klaus
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
22.05.21 07:47
Hallo Klaus, das auslöserelsis ist echt schwer zu bekommen. Wenn du Glück hast über eBay sau teuer.
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
22.05.21 20:15
Ja, völlig verrückt. Ich denke das werde ich deutlich günstiger machen. Habe aber in den nächsten Tagen keine Zeit dazu.
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
23.05.21 08:14
Kannst ja mal schreiben, wie du es gemacht hast, würde sicher einige hier interessieren.
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