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Alles rund um Musikboxen
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Restauration Wurlitzer 1100 02.08.25 16:43 |
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Hallo,
Da ich bis jetzt nur Silver-Age Singles-Jukeboxen in meiner Sammlung habe, wollte ich unbedingt noch eine Schellack-Box. Meiner Meinung nach ist die Wurlitzer 1100 "Bombernose" die schönste (oder zumindest eine der schönsten) Schellack Jukeboxen. Nun habe ich ein schönes Exemplar in gutem Zustand aber nicht spielbereit gefunden.
Vieles ist schon erledigt: Verstärker überholt, Mechanik komplett zerlegt und gereinigt, Gehäuse beim Schreiner zur Aufbereitung etc.
Die beiden Motoren, welche die Drehzylinder für die Beleuchtung in den Pilastern an der Fronttüre antreiben (110V, 60Hz, 5W, 10rpm) werden sehr heiss wenn ich diese an 110V (oder ca. 118V vom Trafo) und 50Hz betreibe. Ist das normal bei diesen Motoren oder könnten die 50Hz statt 60Hz ein Problem sein, oder ev. die etwas zu hohe Spannung? Mechanischen Widerstand haben die Motoren nicht und laufen sehr ruhig.
Da ich bis jetzt nur Silver-Age Singles-Jukeboxen in meiner Sammlung habe, wollte ich unbedingt noch eine Schellack-Box. Meiner Meinung nach ist die Wurlitzer 1100 "Bombernose" die schönste (oder zumindest eine der schönsten) Schellack Jukeboxen. Nun habe ich ein schönes Exemplar in gutem Zustand aber nicht spielbereit gefunden.
Vieles ist schon erledigt: Verstärker überholt, Mechanik komplett zerlegt und gereinigt, Gehäuse beim Schreiner zur Aufbereitung etc.
Die beiden Motoren, welche die Drehzylinder für die Beleuchtung in den Pilastern an der Fronttüre antreiben (110V, 60Hz, 5W, 10rpm) werden sehr heiss wenn ich diese an 110V (oder ca. 118V vom Trafo) und 50Hz betreibe. Ist das normal bei diesen Motoren oder könnten die 50Hz statt 60Hz ein Problem sein, oder ev. die etwas zu hohe Spannung? Mechanischen Widerstand haben die Motoren nicht und laufen sehr ruhig.
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 02.08.25 20:23 |
Registriert - Registered: 13 Jahre - Years Einträge - Posts: 335 |
Hallo raalls,
meine Motoren werden nur handwarm. Hast du die Motoren geöffnet und das Getriebe/ die Lager gereinigt und geschmiert. Die Geschwindigkeit wird ja sehr stark runtergesetzt.
Behandle sie auf jeden Fall sehr sorgsam, Ersatz ist nicht so leicht zu bekommen.
Viel Erfolg weiterhin und Gruß Jens
meine Motoren werden nur handwarm. Hast du die Motoren geöffnet und das Getriebe/ die Lager gereinigt und geschmiert. Die Geschwindigkeit wird ja sehr stark runtergesetzt.
Behandle sie auf jeden Fall sehr sorgsam, Ersatz ist nicht so leicht zu bekommen.
Viel Erfolg weiterhin und Gruß Jens
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 03.08.25 09:30 |
Registriert - Registered: 5 Jahre - Years Einträge - Posts: 60 |
Hallo Jens
Danke für deine Antwort. Meine werden definitiv wärmer als Handwarm. Nach ca. 20 Minuten kann ich die Motoren kaum noch berühren (beide genau gleich). Ich habe einen Motor geöffnet, dieser ist blitzeblank sauber und sehr leichtgängig. Ich denke, es muss eine andere Ursache haben. Habe gestern noch einige Messungen gemacht:
Spannung über dem Motor = 116V. Stromaufnahme = 71mA. Das gäbe dann 8.2W (obwohl der Motor mit 5W angeschrieben ist). Habe dann noch mit einem 220 Ohm Vorwiderstand die Spannung auf ca. 103V über dem Motor reduziert, wird aber ebenfalls sehr heiss.
Grüsse
Steve
Danke für deine Antwort. Meine werden definitiv wärmer als Handwarm. Nach ca. 20 Minuten kann ich die Motoren kaum noch berühren (beide genau gleich). Ich habe einen Motor geöffnet, dieser ist blitzeblank sauber und sehr leichtgängig. Ich denke, es muss eine andere Ursache haben. Habe gestern noch einige Messungen gemacht:
Spannung über dem Motor = 116V. Stromaufnahme = 71mA. Das gäbe dann 8.2W (obwohl der Motor mit 5W angeschrieben ist). Habe dann noch mit einem 220 Ohm Vorwiderstand die Spannung auf ca. 103V über dem Motor reduziert, wird aber ebenfalls sehr heiss.
Grüsse
Steve
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 03.08.25 13:40 |
Registriert - Registered: 12 Jahre - Years Einträge - Posts: 30 |
Hallo Steve,
das hat mich auch mal interessiert und habe mal gemessen: einzelner Motor ohne Grundplatte ca. 55 ℃, Motor in der Box 50 ℃ (nach ca. 40 min Laufzeit). Ist bei mir also ein wenig mehr als handwarm.
Grüße Helmut
das hat mich auch mal interessiert und habe mal gemessen: einzelner Motor ohne Grundplatte ca. 55 ℃, Motor in der Box 50 ℃ (nach ca. 40 min Laufzeit). Ist bei mir also ein wenig mehr als handwarm.
Grüße Helmut
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 03.08.25 14:01 |
Registriert - Registered: 5 Jahre - Years Einträge - Posts: 60 |
Hallo Helmut
Vielen Dank für deinen Input. Ich habe leider kein Messgerät, mit dem ich die Oberflächentemperatur vernünftig bestimmen kann. Jedoch habe ich das "Gefühl", dass die Motoren etwas mehr als 60°C nach ca. 15 - 20 Min Laufzeit (ohne Grundplatte) werden. Habe im Fundus noch einen dritten Motor gefunden der sich genau gleich wie die anderen beiden verhält. Suspekt...
Grüsse
Steve
Vielen Dank für deinen Input. Ich habe leider kein Messgerät, mit dem ich die Oberflächentemperatur vernünftig bestimmen kann. Jedoch habe ich das "Gefühl", dass die Motoren etwas mehr als 60°C nach ca. 15 - 20 Min Laufzeit (ohne Grundplatte) werden. Habe im Fundus noch einen dritten Motor gefunden der sich genau gleich wie die anderen beiden verhält. Suspekt...
Grüsse
Steve
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 04.08.25 16:50 |
Registriert - Registered: 21 Jahre - Years Einträge - Posts: 1.679 |
Hallo zusammen
60 Grad sind für unsere "Pfötchen" schon heiß. Für die meisten elektrischen und elektronischen Bauteile ist das überhaupt kein Problem. Es gibt zwar Motoren die wirklich nur handwarm werden (ca. 35 Grad), aber einem Motor sollten auch 60 oder 70 Grad nichts ausmachen.
@ Steve
Einfach laufen lassen. Solltest du deswegen schlaflose Nächte haben, kannst du für eine bessere Wärmeabfuhr sorgen. Kühlkörper am Motor anbringen oder den Motor mit einem Lüfter kühlen.
Gruß
Roland
60 Grad sind für unsere "Pfötchen" schon heiß. Für die meisten elektrischen und elektronischen Bauteile ist das überhaupt kein Problem. Es gibt zwar Motoren die wirklich nur handwarm werden (ca. 35 Grad), aber einem Motor sollten auch 60 oder 70 Grad nichts ausmachen.
@ Steve
Einfach laufen lassen. Solltest du deswegen schlaflose Nächte haben, kannst du für eine bessere Wärmeabfuhr sorgen. Kühlkörper am Motor anbringen oder den Motor mit einem Lüfter kühlen.
Gruß
Roland
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 04.08.25 19:58 |
Registriert - Registered: 5 Jahre - Years Einträge - Posts: 60 |
Hallo Roland
Ich denke auch, dass ich die Dinger einfach mal laufen lasse. Ich möchte möglichst alles original belassen und keine Kühlkörper oder Lüfter anbringen. Habe mir zur Beruhigung bei Mouser noch ein IR-Thermometer bestellt und werde schauen, ob die Temperatur bei ca. 60-70°C stagniert oder weiter ansteigt.
Grüsse
Steve
Ich denke auch, dass ich die Dinger einfach mal laufen lasse. Ich möchte möglichst alles original belassen und keine Kühlkörper oder Lüfter anbringen. Habe mir zur Beruhigung bei Mouser noch ein IR-Thermometer bestellt und werde schauen, ob die Temperatur bei ca. 60-70°C stagniert oder weiter ansteigt.
Grüsse
Steve
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 06.12.25 18:41 |
Registriert - Registered: 5 Jahre - Years Einträge - Posts: 60 |
Hallo allerseits!
Hier ein kurzer Statusbericht (und eine Frage) zu meinem W1100 Projekt. Die Restauration ist fast abgeschlossen. Das Gehäuse wurde vom Antik-Schreiner perfekt aufgearbeitet. Mechanismus, Selektor, rotierende Wahleinheit alles zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut (ohne überzählige Schrauben und es läuft ;-)). Auch den Verstärker habe ich überholt. Kondensatoren mussten alle raus (waren noch die alten originalen drin) und die Widerstände waren fast alle (auch die niederohmigen) jenseits von Gut und Böse... Die oben beschriebenen Bedenken mit der Temperatur der Drehzylinder-Motoren haben sich auch gelöst, in der Box werden die Motoren deutlich weniger heiss.
Nun zur Frage:
Folgendes Problem mit der Titelwahl besteht noch: wähle ich zweimal den gleichen Titel nacheinander wird jeweils der Titel zuvor abgespielt und erst danach der gewählte (Beispiel: Wahl 1, gespielt 1, erneut Wahl 1, gespielt 24). Die Pins im Selektor sind immer richtig gesetzt. Es scheint, als macht die "Wahl-Stange" nicht eine volle Umdrehung. Leider finde ich im Manual auch nicht wirklich eine Angabe zum Justieren der Endabschaltung, nachdem kein Titel mehr gewählt ist. In seltenen Fällen stimmt die Wahl auch nicht wenn ich beispielsweise 9 wähle (9 spielt), danach 10 wähle, gespielt wird aber zuerst 8. Ich habe die Vermutung, dass dann die "Wahl-Stange" nach dem 9 gespielt wurde zu weit nachläuft (über 10) und dann wieder keine volle Umdrehung gemacht wird.
und zum Schluss noch ein Foto meiner W1100
Hier ein kurzer Statusbericht (und eine Frage) zu meinem W1100 Projekt. Die Restauration ist fast abgeschlossen. Das Gehäuse wurde vom Antik-Schreiner perfekt aufgearbeitet. Mechanismus, Selektor, rotierende Wahleinheit alles zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut (ohne überzählige Schrauben und es läuft ;-)). Auch den Verstärker habe ich überholt. Kondensatoren mussten alle raus (waren noch die alten originalen drin) und die Widerstände waren fast alle (auch die niederohmigen) jenseits von Gut und Böse... Die oben beschriebenen Bedenken mit der Temperatur der Drehzylinder-Motoren haben sich auch gelöst, in der Box werden die Motoren deutlich weniger heiss.
Nun zur Frage:
Folgendes Problem mit der Titelwahl besteht noch: wähle ich zweimal den gleichen Titel nacheinander wird jeweils der Titel zuvor abgespielt und erst danach der gewählte (Beispiel: Wahl 1, gespielt 1, erneut Wahl 1, gespielt 24). Die Pins im Selektor sind immer richtig gesetzt. Es scheint, als macht die "Wahl-Stange" nicht eine volle Umdrehung. Leider finde ich im Manual auch nicht wirklich eine Angabe zum Justieren der Endabschaltung, nachdem kein Titel mehr gewählt ist. In seltenen Fällen stimmt die Wahl auch nicht wenn ich beispielsweise 9 wähle (9 spielt), danach 10 wähle, gespielt wird aber zuerst 8. Ich habe die Vermutung, dass dann die "Wahl-Stange" nach dem 9 gespielt wurde zu weit nachläuft (über 10) und dann wieder keine volle Umdrehung gemacht wird.
und zum Schluss noch ein Foto meiner W1100
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 07.12.25 08:47 |
Registriert - Registered: 20 Jahre - Years Einträge - Posts: 38 |
Hallo raals,
diese Fehlfunktion machte meine 1100er vor einigen Jahren auch.
Ich hatte hier im Forum Hilfe bekommen:
[forum.jukebox-world.de]
Grüße und viel Erfolg
Michael
diese Fehlfunktion machte meine 1100er vor einigen Jahren auch.
Ich hatte hier im Forum Hilfe bekommen:
[forum.jukebox-world.de]
Grüße und viel Erfolg
Michael
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 07.12.25 20:01 |
Registriert - Registered: 5 Jahre - Years Einträge - Posts: 60 |
Hallo Michael
Vielen Dank für den Link! Wenn ich etwas seriöser gesucht hätte, hätte ich den Eintrag auch finden müssen...
Jedenfalls scheint es das gleiche Problem zu sein. Werde diese Woche versuchen, den Fehler zu beheben.
Viele Grüsse
Steve
Vielen Dank für den Link! Wenn ich etwas seriöser gesucht hätte, hätte ich den Eintrag auch finden müssen...
Jedenfalls scheint es das gleiche Problem zu sein. Werde diese Woche versuchen, den Fehler zu beheben.
Viele Grüsse
Steve
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 08.12.25 18:11 |
Registriert - Registered: 5 Jahre - Years Einträge - Posts: 60 |
Mit der korrekten Einstellung der Endabschaltung (cancel arm auf der Bremse des Mechanikseitenrahmens) werden auch die gewählten Titel richtig abgespielt (auch wenn zweimal nacheinander derselbe Titel gewählt ist).
Nun ist mir aber ein anderes Problem aufgefallen und zwar bei der Justierung der Kupplung. Den Punkt, wo der Plattenteller am höchsten Punkt angelangt, habe ich gemäss Manual mit den beiden Einstellschrauben (pivot screws) vorne und hinten am Rahmen justiert (damit der Kupplungsstift genau am höchsten Punkt des Plattentellers aus dem grossen Pertinaxrad gezogen wird). Der Stift wird aber ca. 0.5 mm zu wenig rausgezogen, so das während dem Abspielen immer ein leises klicken zu hören ist (wenn der Stift eine Vertiefung des Pertinaxrads berührt). Wenn ich die Stange mit den beiden Einstellschrauben verändere, stimmt die Höhe des Plattentellers nicht mehr, d.h. mit dieser Justierung bringe ich das klicken nicht weg.
Danke für eure Hilfe!
Viele Grüsse
Steve
Nun ist mir aber ein anderes Problem aufgefallen und zwar bei der Justierung der Kupplung. Den Punkt, wo der Plattenteller am höchsten Punkt angelangt, habe ich gemäss Manual mit den beiden Einstellschrauben (pivot screws) vorne und hinten am Rahmen justiert (damit der Kupplungsstift genau am höchsten Punkt des Plattentellers aus dem grossen Pertinaxrad gezogen wird). Der Stift wird aber ca. 0.5 mm zu wenig rausgezogen, so das während dem Abspielen immer ein leises klicken zu hören ist (wenn der Stift eine Vertiefung des Pertinaxrads berührt). Wenn ich die Stange mit den beiden Einstellschrauben verändere, stimmt die Höhe des Plattentellers nicht mehr, d.h. mit dieser Justierung bringe ich das klicken nicht weg.
Danke für eure Hilfe!
Viele Grüsse
Steve
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 08.12.25 21:33 |
Registriert - Registered: 21 Jahre - Years Einträge - Posts: 1.292 |
Hallo Steve
Am Ausrückmechanismus der Kupplung ist ein gehärtetes, brüniertes Stahlblatt, welches über eine Madenschraube "schräg" gestellt werden kann. Dieses gehärtete Metallblatt zieht das Messungteil der Kupplung zurück.
Dieses Messingteil ist auf seiner "Rückseite" gefedert. Ich gehe davon aus, dass dieses Messingteil auf der Stahlwelle leicht verschiebbar ist und nicht durch verharztes Öl in der Bewegung gehindert wird.
Grüße Axel
Am Ausrückmechanismus der Kupplung ist ein gehärtetes, brüniertes Stahlblatt, welches über eine Madenschraube "schräg" gestellt werden kann. Dieses gehärtete Metallblatt zieht das Messungteil der Kupplung zurück.
Dieses Messingteil ist auf seiner "Rückseite" gefedert. Ich gehe davon aus, dass dieses Messingteil auf der Stahlwelle leicht verschiebbar ist und nicht durch verharztes Öl in der Bewegung gehindert wird.
Grüße Axel
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 09.12.25 07:57 |
Registriert - Registered: 5 Jahre - Years Einträge - Posts: 60 |
Hallo Axel
Ich habe bereits versucht, die Madenschraube etwas weiter rein zu drehen, damit das Stahlblech etwas mehr absteht. Das hat aber den gleichen Effekt, wie wenn ich an den Einstellschrauben die ganze Stange nach hinten verschiebe, der Plattenteller wird nicht mehr maximal gehoben (der Kupplungsstift wird zu früh gezogen, berührt aber immer noch das Pertinaxrad). Das Messingteil ist leichtgängig auf der Stahlwelle. Ich hatte alles zerlegt, gereinigt und neu geschmiert (habe mir schon überlegt ob ich beim Zusammenbau ein Fehler gemacht habe; möglicherweise die Feder hinter dem Messingteil zu grossen Druck ausübt etc.). Wird die Stelle, wo der Kupplungsstift in das Pertinaxrad greift geschmiert? Diese Stelle habe ich nicht geschmiert.
Grüsse
Steve
Ich habe bereits versucht, die Madenschraube etwas weiter rein zu drehen, damit das Stahlblech etwas mehr absteht. Das hat aber den gleichen Effekt, wie wenn ich an den Einstellschrauben die ganze Stange nach hinten verschiebe, der Plattenteller wird nicht mehr maximal gehoben (der Kupplungsstift wird zu früh gezogen, berührt aber immer noch das Pertinaxrad). Das Messingteil ist leichtgängig auf der Stahlwelle. Ich hatte alles zerlegt, gereinigt und neu geschmiert (habe mir schon überlegt ob ich beim Zusammenbau ein Fehler gemacht habe; möglicherweise die Feder hinter dem Messingteil zu grossen Druck ausübt etc.). Wird die Stelle, wo der Kupplungsstift in das Pertinaxrad greift geschmiert? Diese Stelle habe ich nicht geschmiert.
Grüsse
Steve
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 09.12.25 09:56 |
Registriert - Registered: 21 Jahre - Years Einträge - Posts: 1.292 |
Hallo Steve
Hast Du schon probiert die Kupplung so einzustellen, dass sie sauber trennt und danach die Höhe des Plattentellers nach zu justieren ?
Du kennst die Exzenterschraube zur Höheneinstellung ( gesichert mit einer Inbusschraube ) am unteren Ende der Zugstange zwischen Nockenhebel mit Nadellagerrolle oben ( der Hebel sollte nicht verbogen sein und die Nadellagerrolle sollte rechtwinklig zum Hebelarm stehen ..... habe ich schon öfter verbogen vorgefunden ) und dem Parallelogramm - Hebel "unten" zum Anheben des Plattentellers.
Dann steht der Plattenteller eben nicht ganz am max. oberen Totpunkt, aber eben trotzdem hoch genug, damit die oberste Platte gespielt werden kann ohne die Nadel beim Einschwenken des Tonarmes zu beschädigen.
Grüße Axel
Hast Du schon probiert die Kupplung so einzustellen, dass sie sauber trennt und danach die Höhe des Plattentellers nach zu justieren ?
Du kennst die Exzenterschraube zur Höheneinstellung ( gesichert mit einer Inbusschraube ) am unteren Ende der Zugstange zwischen Nockenhebel mit Nadellagerrolle oben ( der Hebel sollte nicht verbogen sein und die Nadellagerrolle sollte rechtwinklig zum Hebelarm stehen ..... habe ich schon öfter verbogen vorgefunden ) und dem Parallelogramm - Hebel "unten" zum Anheben des Plattentellers.
Dann steht der Plattenteller eben nicht ganz am max. oberen Totpunkt, aber eben trotzdem hoch genug, damit die oberste Platte gespielt werden kann ohne die Nadel beim Einschwenken des Tonarmes zu beschädigen.
Grüße Axel
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 09.12.25 10:27 |
Registriert - Registered: 5 Jahre - Years Einträge - Posts: 60 |
Hallo Axel
Habe versucht die Kupplung zu justieren, aber egal ob der Plattenteller dann bis ans Maximum ausgefahren wird oder nicht, sauber getrennt hat die Kupplung nie. Die Höheneinstellung an der Exzenterschraube habe ich bereits auf "maximale Höhe" eingestellt. Interessanterweise war das immer noch (relativ deutlich) zu tief und ich musste eine zusätzliche Trägerplatte auf dem Plattentellerhub anbringen (ich hatte die Vermutung, dass das "Ohr-förmige" Rad zum Plattenhub erheblich verschlissen ist. Ich muss aber heute Abend nachschauen, ob möglicherweise das Gestänge verbogen ist. Ich werde dann noch ein Foto nachliefern).
Grüsse
Steve
Habe versucht die Kupplung zu justieren, aber egal ob der Plattenteller dann bis ans Maximum ausgefahren wird oder nicht, sauber getrennt hat die Kupplung nie. Die Höheneinstellung an der Exzenterschraube habe ich bereits auf "maximale Höhe" eingestellt. Interessanterweise war das immer noch (relativ deutlich) zu tief und ich musste eine zusätzliche Trägerplatte auf dem Plattentellerhub anbringen (ich hatte die Vermutung, dass das "Ohr-förmige" Rad zum Plattenhub erheblich verschlissen ist. Ich muss aber heute Abend nachschauen, ob möglicherweise das Gestänge verbogen ist. Ich werde dann noch ein Foto nachliefern).
Grüsse
Steve
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 12.12.25 20:13 |
Registriert - Registered: 5 Jahre - Years Einträge - Posts: 60 |
So, hier noch die Bilder die ich nachliefern wollte. Ich habe nicht das Gefühl, dass das Gestänge verbogen ist. Jedoch habe ich einen anderen Verdacht, warum der Stift nicht vollständig aus der Metallplatte am Pertinaxrad gezogen wird: Die Kanten der Einkerbungen, wo der Stift rein greift sind nicht schön rechtwinklig, sondern sieht es aus, wie die oberen Kanten (durch das ständige leichte "Anhängen" beim drehen) etwas abgerundet sind (siehe angehängtes Bild, ist leider nur bedingt erkennbar auf der ersten Abbildung).
Viele Grüsse
Steve
Viele Grüsse
Steve
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 13.12.25 13:55 |
Registriert - Registered: 21 Jahre - Years Einträge - Posts: 1.292 |
Hallo Steve
Soweit ich das auf Deinen beiden Bildern erkennen kann ....
- der Plattenteller - Liftarm mit der Nadellagerrolle scheint gerade zu sein ..... o.k.
- dass Du aber zwei Metallplättchen am Plattenteller - Lift unten unterlegen musst, damit der Plattenteller den
oberen Totpunkt überhaupt erreicht, ist "nicht normal" ...
Du hattest ja den Verdacht geäußert, dass der Hebenocken, auf dem die Nadellagerrolle spazieren rollt abgenutzt sei.
Dass kann ich mir überhaupt nicht vorstellen .... da müsste schon jemand mit der Feile den Nocken abgetragen haben.
Setze mal den Metallring mit Tonnenfeder am unteren Ende der Plattentellerachse etwas nach unten.
Für mich sieht es so aus, als wenn die Tonnenfeder stark zusammengedrückt ist und dadurch kräftig gegen
den Metallring des Pertinax - Plattentellerzahnrades ( vermutlich auf 50 Hz umgerüstet ) drückt.
- Der einrückende Stift der Kupplung und die radial geschlitzte Metallplatte auf der Rückseite des großen Pertinax -
zahnrades müssen sich auf jeden Fall völlig plan gegenüberstehen, denn sonst klappt das Auskuppeln nicht richtig.
Mehr kann ich dazu aus der Entfernung nicht sagen ....
Grüße Axel
1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.12.25 21:57.
Soweit ich das auf Deinen beiden Bildern erkennen kann ....
- der Plattenteller - Liftarm mit der Nadellagerrolle scheint gerade zu sein ..... o.k.
- dass Du aber zwei Metallplättchen am Plattenteller - Lift unten unterlegen musst, damit der Plattenteller den
oberen Totpunkt überhaupt erreicht, ist "nicht normal" ...
Du hattest ja den Verdacht geäußert, dass der Hebenocken, auf dem die Nadellagerrolle spazieren rollt abgenutzt sei.
Dass kann ich mir überhaupt nicht vorstellen .... da müsste schon jemand mit der Feile den Nocken abgetragen haben.
Setze mal den Metallring mit Tonnenfeder am unteren Ende der Plattentellerachse etwas nach unten.
Für mich sieht es so aus, als wenn die Tonnenfeder stark zusammengedrückt ist und dadurch kräftig gegen
den Metallring des Pertinax - Plattentellerzahnrades ( vermutlich auf 50 Hz umgerüstet ) drückt.
- Der einrückende Stift der Kupplung und die radial geschlitzte Metallplatte auf der Rückseite des großen Pertinax -
zahnrades müssen sich auf jeden Fall völlig plan gegenüberstehen, denn sonst klappt das Auskuppeln nicht richtig.
Mehr kann ich dazu aus der Entfernung nicht sagen ....
Grüße Axel
1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.12.25 21:57.
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Re: Restauration Wurlitzer 1100 17.12.25 15:01 |
Registriert - Registered: 5 Jahre - Years Einträge - Posts: 60 |
Hallo Axel
Vielen Dank für deine Tipps! Den Metallring mit Tonnenfeder am unteren Ende der Plattentellerachse habe ich bereits nach unten verschoben, so das die Feder nicht zusammengedrückt wird (sondern gerade den Metallring des Plattentellerzahnrades berührt). Eine Distanzplatte musste ich trotzdem zusätzlich anbringen (eine war schon drauf, bevor ich mich um die Box gekümmert habe, wurde ev. bereits dort etwas "abgeschliffen").
Ich befürchte, dass ich die radial geschlitzte Metallplatte auf der Rückseite des Pertinaxrades ersetzten muss, da diese Verschleisserscheinungen zeigt. So eine zu finden könnte schwierig werden... möglicherweise könnte die bestehende repariert werden, indem ich die verschlissenen Kanten am oberen Rand der Einkerbungen abdrehe und dann die Kupplungseinstellung um den Betrag der entfernten Distanz der Metallplatte korrigieren kann.
Viele Grüsse
Steve
Vielen Dank für deine Tipps! Den Metallring mit Tonnenfeder am unteren Ende der Plattentellerachse habe ich bereits nach unten verschoben, so das die Feder nicht zusammengedrückt wird (sondern gerade den Metallring des Plattentellerzahnrades berührt). Eine Distanzplatte musste ich trotzdem zusätzlich anbringen (eine war schon drauf, bevor ich mich um die Box gekümmert habe, wurde ev. bereits dort etwas "abgeschliffen").
Ich befürchte, dass ich die radial geschlitzte Metallplatte auf der Rückseite des Pertinaxrades ersetzten muss, da diese Verschleisserscheinungen zeigt. So eine zu finden könnte schwierig werden... möglicherweise könnte die bestehende repariert werden, indem ich die verschlissenen Kanten am oberen Rand der Einkerbungen abdrehe und dann die Kupplungseinstellung um den Betrag der entfernten Distanz der Metallplatte korrigieren kann.
Viele Grüsse
Steve
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