NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley

geschrieben von - posted by Klaus E 
NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
27.06.20 11:32
Hallo Zusammen,

da dies mein erster Beitrag wollte ich mich zuerst kurz vorstellen. Ich heiße Klaus und bin 33 Jahre alt. Hobbymäßig bin ich eher bei Röhrenradios unterwegs.

Mein Schwager hatte schon länger Interesse an einer Jukebox. Aber entweder waren sie zu weit weg oder zu teuer. Dann gab es in der Nähe eine NSM Consul 120C. Der Zustand war ziemlich übel aber der Preis mit 100 Euro echt günstig also hat er zugeschlagen und sie abgeholt. Da ich schon immer Interesse an der Technik hatte habe ich ihm zugesagt dass ich mich um die Jukebox kümmere wenn ich im Urlaub bei ihm bin. In mehreren Urlauben habe ich immer wieder daran gearbeitet und inzwischen gute Fortschritte gemacht. Damit ihr seht um was es geht habe ich erstmal ein paar Bilder des ursprünglichen Zustands. Leider waren die Bilder nur zur technischen Dokumentation gedacht und weniger zur Unterhaltung. Ich hoffe es ist trotzdem interessant.

Zuerst habe ich mir einen groben Überblick verschafft.











Die Jukebox ist ziemlich schmutzig und riecht übel nach Kartoffelkeller. Eine Maus hat sich ihr Nest darin gebaut und freundlicherweise den Lautsprechermembran dafür verwendet. Ein paar Kabel sind auch durch. Außerdem ist sie sehr dreckig und alles ist mit einem starken braunen Belag überzogen, ich schätze mal Nikotin. Dies ist das zweitschmutzige Gerät an dem ich je gearbeitet habe. Ihr wollt nicht wissen wie das schmutzigste ausgesehen hat ;-)

Ich habe also angefangen alles zu zerlegen und zu reinigen. Ja, wirklich alles. Ich hatte wirklich jede Schraube und jedes Kleinteil in der Hand. Zwei Flaschen Küchenreiniger habe ich gebraucht, eine halbe Flasche Renuwell um das Furnier wieder schön zu bekommen und natürlich Öle, Fette, Wachs, Lack und sonstige Chemie.











Hier zwei schöne Bilder der Elektronik, vor und nach der gründlichen Nassreinigung





Jetzt sieht alles wieder ganz ordentlich aus und funktioniert auch wieder halbwegs.

Die wichtigsten Arbeiten:
- Alles gründlich reinigen
- Neue Lautsprecher
- Passender Münzprüfer
- Die meisten Kondensatoren getauscht
- Heftig ausgebrochene Gehäusekanten gespachtelt und retuschiert, gesamtes Gehäuse aufbereitet
- Sämtliche unfurnierte Spanplattenoberflächen mit Lack versiegelt (gegen den Geruch)
- Leicht zerkratzte Frontscheibenbedruckung retuschiert
- Gebrochene Kunststoffnocke auf der Nockenwelle geklebt
- Kupplung des Laufwagenantriebs war gebrochen. Den oberen Teil hab ich durch ein selbst gemachtes Messingteil ersetzt.
- Tonabnehmersystem ersetzt, das Neue klingt etwas besser als das alte.

Natürlich gab es noch viele Kleinigkeiten wie Justierarbeiten und sonstige Fummeleien die erledigt werden mussten. Es ist auch noch nicht alles 100% funktionsfähig aber generell läuft die Kiste jetzt.

Hier ein paar Bilder vom Aktuellen Stand:

















Heute morgen ist allerdings ein unschöner Fehler aufgetreten. Der Auslösemagnet schnarrte dauerhaft, wurde also ständig erneut betätigt. Bis ich die Ursache des Schnarrens entdeckt hatte war der allerdings schon ziemlich heiß geworden. Und roch so gut nach gegrilltem Trafo. Ich hoffe die Spule hat es überlebt da ich keine Lust habe die neu zu wickeln. Ich habe das Auslöserelais im Verdacht. Das war mechanisch verbogen und ich habe es wieder hingefummelt. Vielleicht nicht gut genug. Mal sehen. Hat jemand dazu eine Idee?

Ansonsten hoffe ich dass ein Einblick in meine Arbeit interessant war.
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
27.06.20 11:37
Mist, die Bilder hat es mir auf der rechten Seite abgeschnitten. Liegt das nur an meinem Browser? Mit Rechtsklick und Grafik anzeigen sieht man sie komplett. Beim nächsten Mal wirds besser...
thumbs upRe: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
27.06.20 12:25
Alle Achtung und Hut ab! Wer sich soviel Arbeit macht bei einem wenig gefragten Modell, dem muss ich schon ein Lob aussprechen. Die meisten würden noch € 100,00 nehmen, um es anschliessend auf den Sperrmüll zu tragen. Es ist schön, wenn eine totgeglaubte Musikbox wieder zum Leben erweckt wird.
Weiter so!
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
27.06.20 16:23
Hallo Jukebox-Collector, danke für das Lob. Ich bin auch recht zufrieden mit dem erzielten Fortschritt. Sie sah wirklich erbärmlich aus. Aber das hat ja auch Vorteile. Man kann sich ohne Rücksicht auf Verluste betätigen. Spachteln, neu lackieren, Fremdteile verbauen... bei einem seltenen oder gut erhaltenen Gerät würde man das vermutlich anders machen. So halte ich es auch bei meinen Röhrenradios. Finanziell rechnen muss es sich nicht. Ist ja ein Hobby. Und wenn man alles zerlegt bekommt man einen tollen Einblick in die Technik.
Was mir besonders gut gefällt ist die Mechanik. Robuste Druckgussteile. Aufwändig und durchdacht. Das macht Spaß. Nur einige Kuststoffteile wie die Kupplung und die Steuernocke sind nicht vernünftig gelöst. Vermutlich um Kosten einzusparen.
Transistortechnik ist auch nicht so meins. Da arbeite ich lieber an Röhrengeräten. Am liebsten frei verdrahtet ohne Platinen. Aber zur Not traue ich mich auch an Transistoren.

So, jetzt aber zu meinem Problem. Ich habe noch mal das Relais unter die Lupe genommen und die Schaltzungen etwas zurecht gebogen. Leider ist das Gergebnis nicht besser. Der Auslösemagnet wir dauerhaft so ca. 2 mal pro Sekunde betätigt. Ich habe die Auslöseleitung abgesteckt um zu sehen ob von dort ein falsches Signal kommt. Keine Veränderung. Die Kondensatoren auf der Auslöseverstärkerplatine LP1 habe ich vor Inbetriebnahme schon getauscht. Und es lief ja auch eine ganze Weile gut. Hat jemand eine Idee was kaputt gegangen ist oder was ich messen könnte?

Grüße
Klaus
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
27.06.20 20:06
Ich habe mir mal Gedanken gemacht was defekt sein könnte.
Ich hoffe es ist ok wenn ich den relevanten Teil des Stromlaufplans zeige.



Wenn ich es richtig verstanden habe kommt über den "auslösen" Anschluss (1) Ein Signal vom Magnetkernspeicher. Dadurch wird der Thyristor betätigt. der Strom kann über R22 und den Thyristor abfließen. Auch C13 kann sich entladen. Das geschieht über LR, das Relais wird betätigt und der Auslösemagnet LM bekommt Strom.

Mein Problem deutet ja darauf hin dass die Spannung rechts von R18 steigt, die Elkos werden geladen. Und dann entläd sich der Strom irgendwo unkontrolliert gegen Masse. Wenn die Elkos nicht getauscht wären würde ich ja auf die tippen. Ich werde sie auch noch mal auf Spannungsfestigkeit und Verpolung prüfen. Und dann bleibt eigentlich auch nicht mehr so viel übrig. Entweder die Diode ZD2 oder der Thyristor selbst. Ich denke ich werde mal den Widerstand R22 einseitig auslöten. Dann weiß ich wenigstens ob es am Thyristor liegt.
Bitte korrigiert mich wenn ich fals liege oder ihr einen besseren Vorschlag habt.
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
27.06.20 21:02
Folgendes haben meine Untersuchungen ergeben:

C10:
laut Plan: 250µF 70/80V
von mir verbaut: 220µF 63V

C11:
laut Plan: 1000µF 35/40V
von mir verbaut: 1000µF 35V

C13:
laut Plan: 100µF 35/40V
von mir verbaut: 100µF 50V

Den Widerstand R22 habe ich probeweise ausgelötet. Keine Veränderung.

Zur Diode habe ich keine so eindeutigen Informationen.
Im Verdrahtungs- und Stromlaufplan steht ZD2, in der Stückliste steht Zenerdiode ZL27.
Was stimmt denn oder sind die etwa identisch?
Gehe ich richtig in der Annahme dass ich die nicht einfach mal ablöten kann ohne den Rest der Schaltung zu gefährden?
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
28.06.20 07:52
Hallo Klaus,
ZD2 stabiliert die Spannung in der Schaltung auf 27V, daher die Bezeichnung ZL27.
Im Ruhezustand ist das Auslöserelais abgefallen und C13 ist über lr2 und R23 entladen.
Mit dem Auslöseimpuls zündet der Thyristor, der Strom für das Relais fliesst zunächst über C13 und den Thyristor, das Relais zieht an und schaltet lr2 um. Dadurch wird der Thyristor gelöscht, der Strom fliest jetzt über c13 und lr2 weiter bis der Kondensator aufgeladen ist und das Relais wieder abfällt.
Zur Fehlersuche erst mal die 27V nachmessen, schlechte Kontakte an lr2 oder ein defekter Thyristor könnten dein Fehlerbild verursachen.
Gruss Jürgen
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
28.06.20 09:24
Hallo Jürgen,
vielen Dank für deine Antwort, jetzt habe ich auch verstanden wie die Schaltung funktioniert. Leider fahren wir heute Mittag wieder heim und ich habe schon alles zusammen gebaut. Wenn ich an der Jukebox weiter arbeiten kann werde ich deinen Rat befolgen. Ich nehme an die 27V soll ich messen um sicher zu gehen dass ZD2 korrekt arbeitet? Der schlechte Kontakt an Ir2 könnte dafür sorgen dass der Thyristor nicht löscht?

Trotzdem werde ich mir Ersatz für den Thyristor und die Zenerdiode besorgen sonst kann ich nicht gleich weiter dran arbeiten. Leider scheint es sich nicht um Standardtypen der heutigen Zeit zu handeln. Eine kurze Suche beim großen C und den anderen üblichen Anbietern hat jedenfalls keine Ergebnisse geliefert.

Die Zenderdiode gibt es in der Bauform wohl nicht mehr aber sollte sich relativ einfach ersetzen lassen.
27V ist ja klar nur wie viel Watt benötige ich da? Der massiven Bauform nach wird es wohl etwas mehr sein. Das größte Standardteil scheint eine 1N 5361BG ONS zu sein, 27V und 5W. Reicht auch weniger aus?


Den Thyristor werde ich wohl nur bei Spezialisten bekommen. Wo kauft ihr denn solche Teile?
Vielen Dank für euere Hilfe.

Grüße
Klaus
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
28.06.20 13:32
Hallo Klaus,
die ZL27 ist auf Kühlblech montiert mit 12.5W! angegeben. Ich kenne aber nicht die Eingangsspannung und kann dir daher auch nicht sagen ob eine so hohe Leistung hier benötigt wird. Nach der Größe von R18 zu urteilen wird aber schon einiges an Leistung verbraten. Solche Teile gibt's ab und an in der Bucht, auch den Thyristor. Allerdings wurden diese (vermutlich nach Schwellspannung) selektiert und deshalb mit einem Farbpunkt gekennzeichnet. Je nach Farbpunkt muss R20 angepasst sein, siehe hier: [forum.jukebox-world.de].
Nach der Erfahrung der Profis hier geht der Thyristor aber selten kaputt, ich hatte trotzdem das Pech, einen in der Bucht gekauft (natürlich ohne Farbpunkt) und anstelle R20 ein 500Ohm Poti eingebaut.
Wo nun der Fehler genau liegt, kann ich dir auch nicht sagen aber wenn das Relais anzieht auch wenn der Lesestecker abgezogen ist gibt es irgendwo eine Pfad von C13 auf Masse oder der Thyristor fängt sich irgendwo Gatespannung ein, z.B. Widerstand/Lötstelle R19 defekt.
Nimm doch zur Sicherheit auch die restlichen Widerstände und Kondensatoren mit. Die Elkos hast du ja schon getauscht.

Viel Erfolg bei deiner nächsten Reise. Nach soviel Mäusekacke wirst du dieses Problem auch noch lösen !
Gruss
Jürgen



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.06.20 16:26.
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
29.06.20 20:44
Hallu Jürgen,
12,5 Watt ist wirklich ordentlich. Ich werde versuchen etwas in der Größenordnung zu bekommen. Vielen Dank für den Link. Das ist interessant und hilf mir weiter. Wahrscheinlich wird es am besten sein wenn ich mir alle Teile besorge. Dann kann ich das Problem lösen ohne jedes Teil bei Bedarf bestellen zu müssen. Glücklicherweise ist die Baugruppe nicht so aufwändig und kompliziert. Das wird schon irgendwie. Wenn ich weiter bin schreibe ich wieder.

Grüße
Klaus
Re: thumbs upRe: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
14.10.20 16:01
Hallo zusammen,

lange ging nichts aber jetzt habe ich mal wieder Urlaub und kann an der Jukebox weiter arbeiten. Einige Fehlerquellen konnte ich ausschließen. Die Zenerdiode sorgt zuverlässig für 27 Volt. Ohne den Thyristor funktioniert die Schaltung auch so wie sie sollte. Wenn ich also den Minuspol von C13 auf Masse lege schaltet das Relais. Zuversichtlich habe ich den Thyristor eingelötet und... hatte den gleichen Fehler wie davor. Er zündet dauerhaft. die Signalleitung ist abgelötet. Daher kann es also nicht kommen. Löte ich Gate A des Thyristors aus dann zündet er nicht mehr. R21 habe ich gemessen, der ist ok. Habe ich den Thyristor ausversehen beim Einlöten gekillt? Habe möglichst schnell gelötet und die Beine auf kompletter Länge gelassen. Wie empfindlich ist der denn statische Ladungen betreffend? Ich habe zum Glück gleich zwei bestellt aber den will ich nicht unnötig ermorden falls sonst irgend ein Fehler vorliegt. So langsam nervt die Kiste echt. Interessant übrigens, der original Thyristor ist ein BRY21/1 und etwas größer. Außerdem sind in meinem Planausschlitt zwei Dioden nicht verzeichnet.
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
14.10.20 23:27
Was war drin und was hast du verbaut ?
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
15.10.20 08:06
Hallo Swen,

verbaut war ein BRY21/1

Zu diesem Thyristor habe ich leider kein Datenblatt oder ähnliches gefunden. Da in beiden Plänen der BRY20 genannt ist und auch hier im Forum dieser verwendet wird, habe ich einen solchen eingebaut.

Grüße
Klaus
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
15.10.20 11:14
Hallo Klaus,

Der BRY21 hat 80V Sperrspannung, der BRY20 40V, die anderen Daten sind weitgehend identisch, sollte also auch passen.

Zieh erst mal den Auslösestecker ab um auszuschließen, dass eine Störspannung von außen in den Eingang kommt.

Thyristorschaltungen sind immer etwas tricky, weil der Thyristor - einmal gezündet - erst wieder löscht, wenn der Haltestrom unterschritten wird. Das passiert in dieser Schaltung auf zweierlei Weise. Bei sehr kurzen Störimpulsen wird der Thyristor über C14 gelöscht, beim Auslöseimpuls zieht das Relais an und der Thyristor wird über den Relaiskontakt lr2 gelöscht. Das funktioniert aber nur, wenn dieser Strompfad entsprechend niederohmig ist und dem Thyristor der Strom soweit entzogen wird, dass der Haltestrom unterschritten wird.
Für eine hohe Störfestigkeit müssen die beiden Gates am Thyristor möglichst niederohmig beschaltet sein. Kontrolliere deshalb auch die Widerstände R19 und R21 einschließlich Lötstellen und Verbindung zu den Thyristorpins. C12 filtert ebenfalls den Auslösepuls direkt am Eingang des Thyristors.
Hast du C12 und C14 auch schon getauscht?

Eine Fehlermöglichkeit wäre noch, dass das Gehäuse des Thyristors irgendwo an Masse kommt. Der Ga Anschluss ist laut Datenblatt mit dem Gehäuse verbunden.

Das Thema Farbpunkte hast du noch auf dem Schirm? Ich nehme an, dass die Bauteile in der Fertigung bei NSM selektiert wurden und dann R20 entsprechend bestückt wurde. Da ein neues Teil keinen Farbpunkt hat, hatte ich bei meiner Box ein 500Ohm Poti anstelle R20 eingebaut und so abgeglichen, dass die Auslösung sicher erfolgt aber keine Fehlauslösungen auftreten.

Natürlich kann jedes elektronische Bauteil durch statische Entladung beschädigt werden, im Vergleich zu CMOS IC`s oder Mos Transistoren sind Thyristoren aber nicht ganz so empfindlich.

Wünsche einen schönen Urlaub mit der „Box des Grauens“ smiling smiley

Gruss
Jürgen
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
15.10.20 14:05
Hallo Jürgen,

danke für deine Tips, ich werde alles durchgehen und prüfen. den Auslösestecker hatte ich gar nie dran. momentan sind auch die Drähte zur Auslösebuchse abgelötet damit ich besser an die Rückseite komme. Daher hätte der Thyristor also eigentlich gar nie auslösen dürfen.
Die Widerstände werde ich mal alle messen. C14 ist getauscht, C12 nicht. Das Gehäuse kann eigentlich nicht an Masse gekommen sein, dort sind keine offen liegenden Anschlüsse in der Nähe.

Ja, das mit den Farbpunkten auf dem Thyristor habe ich auf dem Schirm. Ich habe einen entsprechenden Widerstand und ein kleines Poti organisiert mit dem in den Auslösepunkt einstellen können sollte.
Melde mich dann wieder wenn ich alles geprüft habe.

Grüße
Klaus
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
17.10.20 09:44
Hallo zusammen,
ich habe jetzt einige Messungen durchgeführt, bin aber leider nicht weiter gekommen:
R19, R21, R22, R23 sind ok.
R20 ist bei mir 125Ohm wurde also auf den Thyristor angepasst.
C12 hat den angegebenen Wert 4,7nF und unendlich hohen Widerstand.
C14 wurde getauscht, sollte also ok sein.
Nachdem ich geprüft habe was ich prüfen konnte habe ich einen neuen Thyristor eingesetzt und penibel auf statische Ladungen geachtet. Gleiches Ergebnis sad smiley
Ich versteh es einfach nicht
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
17.10.20 10:18
Relaiskontakt lr2 und alle Leiterbahnen auf Unterbrechung und Kurzschluss geprüft?
Gruss
Jürgen
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
17.10.20 12:17
Hallo Jürgen,

Ir2 ist ok. Habe ich gemessen und außerdem funktioniert die Schaltung ja ohne den Thyristor. Wenn ich den Minuspol von C13 auf Masse lege schaltet das Relais. Mich wundert sehr warum der Thyristor überhaupt zündet. die Auslöseleitung ist abgelötet.

Grüße
Klaus
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
17.10.20 13:14
Was haltet ihr denn von einem Masse Fehler ? Prüf dochmal ob du eine Spannung zwischen Masse und Gate Messen kannst . Nicht das du einen Leiterbahnbruch hast und so einen Übergangswiderstand der dir eine "zweite Masse" verursacht .
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
17.10.20 16:17
Hallo Swen,

danke für den Tip, tatsächlich habe ich am Gate K eine Spannung von 3,5 Volt gemessen. Obwohl ja alles abgelötet war. Die Leiterbahnen sahen eigentlich gut aus und auch die Lötstellen und Abstände zwischen den Leiterbahnen. Nur ziemlich verkrustet mit etwas dass ich Für Flussmittel halte. Ich habe dann die ganze Platine gründlich mit Spiritus abgewaschen und die Zwischenräume um GK mit einem Glasfaserpinsel ausgebürstet. Danach habe ich noch ca. 0,5 Volt gemessen. Liegt daran dass der Thyristor natürlich gestorben ist. Mir scheint dass dort tatsächlich irgendwo ein Kriechstrom geflossen ist. Hoffentlich ist es das wirklich und nicht noch irgendwas anderes.
Mit ausgelötetem Thyristor messe ich keine Spannung. Nachdem mir jetzt Zeit, Lust und Thyristoren ausgegangen sind werde ich die Platine LPI auslöten und mitnehmen. Das ganze lässt sich ja gut zu Hause am Netzteil testen.
Danke für euere Unterstützung.

Grüße
Klaus
Re: NSM Consul 120 C - Die Jukebox des Grauens winking smiley
17.10.20 16:35
Du kannst die ganze Schaltung wie folgt testen: Löte C13 und R23 ab. Dann kann das Relais nicht mehr anziehen und du kannst in Ruhe am Thyristor ohne Rückwirkung messen. Such dir eine gute Masse für das Messgerät (z.B. C11) und messe die Spannungen am Thyristor direkt am Beinchen, dann prüfst du gleich die Leiterbahnen und Lötstellen mit. A und Ga müssen 27V sein, K und Gk 0V. Dann zündest du den Kameraden indem du kurz mit einer 1.5V Batterie (+) an Pin1 auf die Auslöseleitung tippst, (-) auf Masse. Danach sollte A und Ga nahe 0V sein. Über den Thyristor und R22 fließen jetzt etwa 27mA, das ist über dem Haltestrom, der Thyristor leitet dauerhaft. Dann betätigst du das Relais von Hand. Wenn lr2 (incl. Leitungen, Lötstellen etc.) ausreichend niederohmig ist, wird der Thyristor gelöscht, die Spannung an A und Ga geht wieder auf 27V. Wenn das passt, sollte es auch mit Relais funktionieren.
Dann bis zum nächsten Urlaub smiling smiley
Gruss
Jürgen
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